1990 - 1992 Gemeinde in ÄgyptenÄgypten


1990 In Heilige Länder - nach Palästina und Ägypten ...

... führte diese Reise: Unsere Route führte von Israel's Süden zunächst über die Grenze bei Eilat/Taba in den ägyptischen Sinai. Dort waren wir sehr beeindruckt von der ersten Begegnung mit den Beduinen, die uns "mitten" in der Wüste zum Tee ein- luden. Über ihrem einfachen Lager befand sich - als Mahn- mal - ein ausgebrannter LKW aus den israelitisch-ägyptischen Kriegen.

Wir reisten auf den Spuren des biblischen Exodus und besuchten im Süden der ägyptischen Sinai-Halbinsel den Moseberg . Die Jüdische Tradition verehrt diesen Berg als den Horeb, an dem Mose von Gott die Zehn Gebote - auf Steintafeln gemeisselt - erhielt. Am frühen Morgen begann die Wanderung, und nach drei Stunden Aufstieg erlebten wir auf dem Gipfel zusammen mit vielen hundert weiteren Besuchern einen schönen Sonnenaufgang. Dann stiegen wir wieder hinab zum Katharinenkloster (sh. Foto links). Noch heute leben Mönche im Kloster und ordnen den lebhaften Besucherverkehr.

Nach dem eindrucksvollen Aufenthalt auf dem Sinai setzten wir mit einer Fähre nach Aqaba in Jordanien (siehe dort) über.
 

Jordanie, Nabatäertempel in Petra
Wanderung im Sinai
Hathor-Tempel Dendera
Familienfoto am Horus- Tempel von Edfu

Im Ägyptischen Museum ...

standen wir vor endlos vielen ägyptischen Altertümern aus allen Zeiten der Jahrtausende alten Geschichte dieses Lan- des. Besonders spektakulär sind die Bildwerke aus dem Grab des Tutenchamun. Es war ein überaus erhebendes Gefühl, vor dem Goldsarg des Pharao zu stehen.

 

"Was haben Menschenhän- de hier vollbracht; zum ewigen Leben sollte diese Größe führen!? Die Ruhe, ob der Pharao sie gefunden hat?

 

Im Jahre 1991 ...

... nahmen Detlef u. Wolfg.

an einer Vorbereitungsreise

nach Ägypten teil. Wir be-

suchten wichtige Bau- und Kunstwerke in Kairo, fuhren mit dem Bus ins Fayum und durch Mittelägypten nach Tell El Armarna und Abydos bis Qena, um dort auf ein Nil- kreuzfahrtschiff umzusteigen, mit dem wir den Nil aufwärts bis nach Assuan schipperten. Mit der Eisenbahn gings über Nacht den Nil entlang zurück nach Kairo.

 

In Dendera lernten wir mit dem Hathor-Tempel die erste der klassischen Tempelanla- gen Oberägyptens kennen. Links im Bild der Blick von dem Dach des Tempels auf das römische Mamisi (Durch- gangsheiligtum) und die fruchtbare Nil-Landschaft.

 

Hathor-Tempel von Dendera
Detlef am Goldsarg des Pharao Tutenchamun

Unten: Der Hebräerzug

       

 

... reisten schon die antiken Geschichtsschreiber...

... Herodot (5. Jhd. v.Chr.), Strabon und Diodor (1. Jhd. v.Chr.) und sie schrieben die ersten umfassenden Reiseberichte. Sie stellten zu Recht fest: "Ägypten ist ein sehr interessantes Reiseziel". Es war für die Kulturentwicklung in Europa maßgeblich; die altägyptische Mythologie und deren Kunstwerke sind sehr beeindruckend u. außerdem scheint dort immer die Sonne.

Wir berichten auf dieser Seite von unseren Reisen 1990, 1991 und 1992; bitte die Seite entsprechend herunter scrollen, die weiteren Reisen gerne direkt anklicken:  V  V  V


1992 - erneut Gemeinde unterwegs: Vom Schilfkörbchen zum Schilfmeer

... unter diesem Motte unternahmen wir im Frühjahr 1992 eine große Gemeinde- Grup- penreise mit Teilnehmern aus Ellhofen und Oldenburg. Durch Seminare und Gemeinde- treffen hatten wir uns gut darauf vorbereitet. Gruppengröße und Konzept stellten hohe Anforderungen an alle Teilnehmer.

 

Wir flogen mit Egypt-Air ...

... unter dem Zeichen des falkenköpfigen Horus, der uns auf unseren Reisen noch häufig begegnen würde.

... über Kairo nach Assuan ...

... und gingen dort auf unser gemütlichen Nilschiff "Nils Leader"; damit schipperten wir den Nil hinab über Kom Ombo u. Edfu, hatten unterwegs Gelegenheit, die verschiedenen Tempel zu besuchen. In Luxor sahen wir den Karnak-Tempel und in Theben-West die Gräber im Tal der Könige

   

Wir bestaunten das Grab des Beamten Ramose mit seinen herrlichen Reliefs, und dann besichtigten wir das Grab des Arbeiters Sennedjem und die Stadt der Nekropolen-Arbeiter.

 

Mit dem Bus über Quena, dann durch die Arabische Wüste nach Safaga am Roten Meer, von dort zum Pauluskloster u. nach Suez. Nun in die Sinai-Wüste: Wir fuhren durch den Wadi und die Oase Feiran und gelangten schließlich zu dem sehr einfachen Hotel "El Salam" nahe des Katharinenklosters. Wir erwanderten den Mose-Berg, besichtigten das Kloster u. sahen während der Weiterfahrt die Nawami-Steinzeit-Grabhügel. Schließlich erreichten wir das schöne Hotel Aquamarine in Sharm El Sheik, wo wir Schwimmngpool u. Baden im Roten Meer ausgiebig genossen.

 

Über Nuweiba gelangten wir auf abenteuerlichen Wegen zum Coloured Canyon, übernachteten wieder im Red Sea-Hotel in Suez, bevor wir nun im Nildelta die Ramses-Stadt fanden. Über Bubastis nun wieder nach Kairo. Wir übernachteten im einfachen, aber verkehrsgünstig (und laut) am Tahirplatz gelegenen Hotel Kleopatra, ehe wir schließ- lich - erfüllt von den großartigen Eindrücken dieser Reise - wieder nach Hause flogen.

 

Kairo und die Pyramiden, ...

... die sich im Vorort Giseh befinden. Als Grabstätten für die Ewigkeit erbauten sich die Pharaonen diese einzigen Weltwunder der Antike, die noch existieren. Wir bewun- derten diese erstaunliche Ingenieurleistung der Alten Ägypter; die Gründung und der Bau dieser mathemati- schen exakt geplanten und aufgerichteten Bauwerke bleibt letztlich weiterhin ein Geheimnis.

 

Unsere Nilkreuzfahrt ...

ermöglichte uns wunderbare Eindrücke:

 

Von unserer "Nilsleaders", hier in Kom Ombo ...
... sahen wir die traditionellen Dörfer am NIl
Goldmaske des Tutenchamun in Kairo

Die Goldmaske des Tutenchamun ...

... und viele Grabschätze mehr hat der britische Archäologe Howard Carter 1922 im Talder Könige in dessen Grab gefunden. Die Goldmaske, das schönste Stück aus dem Grabschatz, lag einst unmittelbar auf dem Gesicht der Mumie. In den 1980er Jahren waren die Maske und weiteren Kunstwerke des Grabschatzes auf einer Ausstellungsreise in einigen Städten Europas zu sehen.

Längst befinden sie sich wieder im Ägyptischen Museum in Kairo u. glänzen über alle  Zeiten hinweg für die Ewigkeit. 1992 konnte Detlef die Exponate noch selbst im Museum fotografieren. Inzwischen ist das nicht mehr erlaubt. Uns hatten die Kultur und die Landschaft Ägyptens in Ihren Bann genommen; wir sind in den 1990er Jahren und auch 2002 und 2006 noch mehrere Male in das Land am Nil gereist.

1991 kam Detlef auch nach Abydos ...

Relief im Ramsestempel

... einem der wichtigsten Kultorte des Alten Reichs. Dort

hat er viele einmalig schöne Kunstwerke gesehen, so

das Osiris-Heiligtum und die verschiedenen Tempel. Aus

dem dortigen Ramsestempel stammt das abgebildete

Relief, das den Pharao vor Osiris zeigt, hinter Osiris ein

geflügelter Djedpfeiler, der das Symbol für Dauerhaftig-

keit (hier im Jenseits) darstellt.

 

Auch Assuan hat archäolog. Leckerbissen ...

... zu bieten, so den Isis-Tempel, der einst auf der Philae-

Insel in der Ptolomäerzeit zu Ehren der Liebesgöttin Isis erbaut wurde. Er wurde 1980 auf die Agelkia-Insel um- gesetzt, da der ganze Tempel wegen der Staudämme

nun überwiegend im Nilwasser stand.

 

Daneben liegt Assuan am Nil-Katarakt und hat wohl das schönste Stadt- und Landschaftsbild ganz Ägyptens; wir sind deshalb 1997 erneut dorthin gereist.

 

Luxor beherbergt auf dem Ostufer ...

... die zwei bedeutendsten Tempelanlagen des 2.Jtsd. vor unserer Zeitrechnung, die Tempel von Karnak und Luxor. Unendlich reiche Einzelbauwerke, Säulen, Skulpturen und endlose Wandflächen: Alles zeugt vom Ruhm der Erbauer, denn viele Pharaonen haben an dem Haupttempel für den Gott Amun mit gebaut. In einem Freilichtmuseum befin- den sich einige exellente Stücke, so auch die "Rote Kapelle" der Pharaonin Hatschepsut. Einige Steinblöcke dieser Kapelle wurden seit 1898 entdeckt, viele in anderen Bauweken - z.B. Pylonen - gefunden, wo sie über Jahrhunderte verborgen waren.

 

Der oben abgebildete Steinblock zeigt vermutl. Hat- schepsuts Vorgänger Tutmosis II beim Opfer. Der Steinblock befand sich damals im Freigelände u. wurde

uns - gegen Bakschisch-Zahlung - als Besonderheit ge-

zeigt. Er ist inzwischen in die seit dem Jahre 2000 wieder restaurierte Kapelle eingefügt.

Auf der Westseite des Nil, ...

... führte uns eine wunderbare Wanderung vom Tal der Könige hinüber zum Tempel der Hatschepsut.

 

Die Sinai-Halbinsel ...

war unser nächstes Ziel und weiterer Höhepunkt dieser intensiven Reise: Wir bestaunten ungläubig die Wasser- löcher des Mose, erklommen denMoseberg u. erkunde-

ten erneut das Katharinenkloster (siehe unten). Wir er- holten uns in Sharm el Sheikh am Roten Meer u. schließ- lich bewunderten wir die farbigen Felsschichten des Coloured Canyon; der Sinai bot soviel Überwältigendes, dass er eine eigene Reise wert sein würde.

   

Das Katharinenkloster ...

Das Katharinenkloster im Sinai

... nach wie vor russisch-orthodox geführt, existiert im Si-

nai seit dem 6. Jhd. . Das Kloster rückte im 19. Jhd. in den

Mittelpunkt des Interesses, als der deutsche gelehrte L.F.

Constantin von Tischendorf auf dramatische Weise älteste

Bibelhandschriften, den Codex Sinaiticus entdecken und

sicherstellen konnte. Im Katharinenkloster gibt es wertvol-

le Ikonen zu betrachten; ein Dornenbusch erinnert an die

biblische Überlieferung und eine jahrtausendealte Quelle

spendet frisches Wasser.

 

Im Coloured Canyon
Es hatte uns so gut im Sinai gefallen, also erneut hin:

» 1994 - Wandern im Sinai

         

Die Chefren-Pyramide in Gizeh ...

... ließ uns etwas von dem Geheimnis dieses letzten

Antiken Weltwunders spüren. Wir versuchten, den

Ritus nachzuempfinden, der hier bei der Beisetzung

des Pharao abgelaufen ist: Wir besuchten zunächst

den Taltempel, wanderten dann den Aufweg zur

Chefren Pyramide hinauf, der heute bei den Ruinen

des Totentempels endet. Hier wurde die Feierlichkei-

ten abgehalten, bevor der Sarg mit dem vergöttlich-

ten Leichnam des Pharao in der Pyramide seine letzte Ruhestätte fand.