1990 In Heilige Lande ...
... führte diese Reise: Unsere Route führte von Israel's Süden zunächst über die Grenze bei Eilat/Taba in den ägyptischen Sinai. Dort waren wir sehr beeindruckt von der ersten Begegnung mit den Beduinen, die uns "mitten" in der Wüste zum Tee ein- luden. Über ihrem einfachen Lager befand sich - als Mahn- mal - ein ausgebrannter LKW aus den israelitisch-ägyptischen Kriegen.
Wir reisten auf den Spuren des biblischen Exodus und besuchten im Süden der ägyptischen Sinai-Halbinsel den Moseberg . Die Jüdische Tradition verehrt diesen Berg als den Horeb, an dem Mose von Gott die Zehn Gebote - auf Steintafeln gemeisselt - erhielt. Am frühen Morgen begann die Wanderung, und nach drei Stunden Aufstieg erlebten wir auf dem Gipfel zusammen mit vielen hundert weiteren Besuchern einen schönen Sonnenaufgang. Dann stiegen wir wieder hinab zum Katharinenkloster. Noch heute leben Mönche im Kloster und ordnen den lebhaften Besucherverkehr.
Nach dem eindrucksvollen Aufenthalt auf dem Sinai setzten wir mit einer Fähre nach Aqaba in Jordanien (siehe dort) über.
Im Jahre 1991 ...
... nahmen Detlef u. Wolfg.
an einer Vorbereitungsreise
nach Ägypten teil. Wir be-
suchten wichtige Bau- und Kunstwerke in Kairo, fuhren mit dem Bus ins Fayum und durch Mittelägypten nach Tell El Armarna und Abydos bis Qena, um dort auf ein Nil- kreuzfahrtschiff umzusteigen, mit dem wir den Nil aufwärts bis nach Assuan schipperten. Mit der Eisenbahn gings über Nacht den Nil entlang zurück nach Kairo.
In Dendera lernten wir mit dem Hathor-Tempel die erste der klassischen Tempelanla- gen Oberägyptens kennen. Links im Bild der Blick von dem Dach des Tempels auf das römische Mamisi (Durch- gangsheiligtum) und die fruchtbare Nil-Landschaft.
Im Ägyptischen Museum ...
standen wir vor endlos vielen ägyptischen Altertümern aus allen Zeiten der Jahrtausende alten Geschichte dieses Lan- des. Besonders spektakulär sind die Bildwerke aus dem Grab des Tutenchamun. Es war ein überaus erhebendes Gefühl, vor dem Goldsarg des Pharao zu stehen.
"Was haben Menschenhän- de hier vollbracht; zum ewigen Leben sollte diese Größe führen!? Die Ruhe, ob der Pharao sie gefunden hat?
Kairo und die Pyramiden, ...
... die sich im Vorort Giseh befinden. Als Grabstätten für die Ewigkeit erbauten sich die Pharaonen diese einzigen Weltwunder der Antike, die noch existieren. Wir bewun- derten diese erstaunliche Ingenieurleistung der Alten Ägypter; die Gründung und der Bau dieser mathemati- schen exakt geplanten und aufgerichteten Bauwerke bleibt letztlich weiterhin ein Geheimnis.
... und nach Ägypten ...
... reisten schon die antiken Geschichtsschreiber...
... Herodot (5. Jhd. v.Chr.), Strabon und Diodor (1. Jhd. v.Chr.) und sie schrieben die ersten umfassenden Reiseberichte. Sie stellten zu Recht fest: "Ägypten ist ein sehr interessantes Reiseziel". Es war für die Kulturentwicklung in Europa maßgeblich; die altägyptische Mythologie und deren Kunstwerke sind sehr beeindruckend u. außerdem scheint dort immer die Sonne.
Wir berichten auf dieser Seite von unseren Reisen 1990, 1991 und 1992; bitte die Seite entsprechend herunter scrollen, die weiteren Reisen gerne direkt anklicken: V V V
» 1994 - Wandern im Sinai
» 1997 - In Assuan und Abu Simbel
» 2002 - Mit Freunden in Luxor
» 2006 - Nilkreuzfahrt und Badeaufenthalt
1992 - erneut Gemeinde unterwegs: Vom Schilfkörbchen zum Schilfmeer
... unter diesem Motte unternahmen wir im Frühjahr 1992 eine große Gemeinde- Grup- penreise mit Teilnehmern aus Ellhofen und Oldenburg. Durch Seminare und Gemeinde- treffen hatten wir uns gut darauf vorbereitet. Gruppengröße und Konzept stellten hohe Anforderungen an alle Teilnehmer.
Wir flogen mit Egypt-Air ...
... unter dem Zeichen des falkenköpfigen Horus, der uns auf unseren Reisen noch häufig begegnen würde.
... über Kairo nach Assuan ...
... und gingen dort auf unser gemütlichen Nilschiff "Nils Leader"; damit schipperten
wir den Nil hinab über Kom Ombo u. Edfu, hatten unterwegs Gelegenheit, die verschie-
denen Tempel zu besuchen. In Luxor sahen wir den Karnak-Tempel und in Theben-West die Gräber im Tal der Könige. Wir bestaunten das Grab des Beamten Ramose mit seinen herrlichen Reliefs, und dann besichtigten wir das Grab des Arbeiters Sennedjem und die Stadt der Nekropolen- Arbeiter.
Mit dem Bus über Quena, dann durch die Arabische Wüste nach Safaga am Roten Meer, von dort zum Pauluskloster und nach Suez. Nun in die Sinai-Wüste: Wir fahren durch den Wadi und die Oase Feiran und gelangten schließlich zu dem sehr einfachen Hotel "El Salam" nahe des Katharinenklosters. Wir erwanderten den Mose-Berg, besich- tigten das Kloster und sahen während der Weiterfahrt die Nawami- Steinzeit-Grab- hügel. Schließlich erreichten wir das schöne Hotel Aquamarine in Sharm El Sheik, wo wir Schwimmngpool und Baden im Roten Meer ausgiebig genossen.
Über Nuweiba gelangten wir auf abenteu- erlichen Wegen zum Coloured Canyon, über- nachteten wieder im Red Sea-Hotel in Suez, bevor wir nun im Nildelta die Ramses-Stadt fanden. Über Bubastis nun wieder nach Kairo. Wir übernachteten im einfachen, aber verkehrsgünstig (und laut) am Tahirplatz gelegenen Hotel Kleopatra, ehe wir schließ- lich - erfüllt von den großartigen Eindrücken dieser Reise - wieder nach Hause flogen.
Unsere Nilkreuzfahrt ...
Die Goldmaske ist ...
das schönste Stück aus dem
Grabschatz des Tutenchamun
und lag einst unmittelbar auf
dem Gesicht der Mumie. In den
1980er Jahren waren die Mas-
ke und die weiteren Exponate
des Grabschatzes auf einer
Ausstellungsreise in einigen
Städten Europas zu sehen.
Längst befinden sie sich wieder im Ägypti-
schen Museum in Kairo u. glänzen über alle Zeiten hinweg für die Ewigkeit. 1992 konnte Detlef die Exponate noch selbst im Muse- um fotografieren. Inzwi- schen ist das nicht mehr erlaubt. Uns hatten die Kultur und die Landschaft Ägyptens in Ihren Bann genom- men; wir sollten noch viele Male in das Land am Nil reisen.
1991 kam Detlef auch nach Abydos ...
... einem der wichtigsten Kultorte des Alten Reichs. Dort
hat er viele einmalig schöne Kunstwerke gesehen, so
das Osiris-Heiligtum und die verschiedenen Tempel. Aus
dem dortigen Ramsestempel stammt das abgebildete
Relief, das den Pharao vor Osiris zeigt, hinter Osiris ein
geflügelter Djedpfeiler, der das Symbol für Dauerhaftig-
keit (hier im Jenseits) darstellt.
Auch Assuan hat archäolog. Leckerbissen ...
... zu bieten, so den Isis-Tempel, der einst auf der Philae-
Insel in der Ptolomäerzeit zu Ehren der Liebesgöttin Isis erbaut wurde. Er wurde 1980 auf die Agelkia-Insel um- gesetzt, da der ganze Tempel wegen der Staudämme
nun überwiegend im Nilwasser stand.
Daneben liegt Assuan am Nil-Katarakt und hat wohl das schönste Stadt- und Landschaftsbild ganz Ägyptens; wir sind deshalb 1997 erneut dorthin gereist.
Luxor beherbergt auf dem Ostufer ...
... die zwei bedeutendsten Tempelanlagen des 2.Jtsd. vor unserer Zeitrechnung, die Tempel von Karnak und Luxor. Unendlich reiche Einzelbauwerke, Säulen, Skulpturen und endlose Wandflächen: Alles zeugt vom Ruhm der Erbauer, denn viele Pharaonen haben an dem Haupttempel für den Gott Amun mit gebaut. In einem Freilichtmuseum befin- den sich einige exellente Stücke, so auch die "Rote Kapelle" der Pharaonin Hatschepsut. Einige Steinblöcke dieser Kapelle wurden seit 1898 entdeckt, viele in anderen Bauweken - z.B. Pylonen - gefunden, wo sie über Jahrhunderte verborgen waren.
Der oben abgebildete Steinblock zeigt vermutl. Hat- schepsuts Vorgänger Tutmosis II beim Opfer. Der Steinblock befand sich damals im Freigelände u. wurde
uns - gegen Bakschisch-Zahlung - als Besonderheit ge-
zeigt. Er ist inzwischen in die seit dem Jahre 2000 wieder restaurierte Kapelle eingefügt.
Auf der Westseite des Nil, ...
Die Sinai-Halbinsel ...
war unser nächstes Ziel und weiterer Höhepunkt dieser intensiven Reise: Wir bestaunten ungläubig die Wasser- löcher des Mose, erklommen denMoseberg u. erkunde-
ten erneut das Katharinenkloster (siehe unten). Wir er- holten uns in Sharm el Sheikh am Roten Meer u. schließ- lich bewunderten wir die farbigen Felsschichten des Coloured Canyon; der Sinai bot soviel Überwältigendes, dass er eine eigene Reise wert sein würde.
Das Katharinenkloster ...
... nach wie vor russisch-orthodox geführt, existiert im Si-
nai seit dem 6. Jhd. . Das Kloster rückte im 19. Jhd. in den
Mittelpunkt des Interesses, als der deutsche gelehrte L.F.
Constantin von Tischendorf auf dramatische Weise älteste
Bibelhandschriften, den Codex Sinaiticus entdecken und
sicherstellen konnte. Im Katharinenkloster gibt es wertvol-
le Ikonen zu betrachten; ein Dornenbusch erinnert an die
biblische Überlieferung und eine jahrtausendealte Quelle
spendet frisches Wasser.
» 1994 - Wandern im Sinai
Die Chefren-Pyramide in Gizeh ...
... ließ uns etwas von dem Geheimnis dieses letzten
Antiken Weltwunders spüren. Wir versuchten, den
Ritus nachzuempfinden, der hier bei der Beisetzung
des Pharao abgelaufen ist: Wir besuchten zunächst
den Taltempel, wanderten dann den Aufweg zur
Chefren Pyramide hinauf, der heute bei den Ruinen
des Totentempels endet. Hier wurde die Feierlichkei-
ten abgehalten, bevor der Sarg mit dem vergöttlich-
ten Leichnam des Pharao in der Pyramide seine letzte Ruhestätte fand.

















